19. März 2012

Nachricht

Vom Unterschied zwischen Trost und Vertröstung

Präses Annette Kurschus eröffnet Predigtreihe im Jahr der Kirchenmusik

Von links: Gemeindepfarrer Heinrich Kandzi, Präses Annette Kurschus und Synodalassessorin Jutta Neumann. Foto: EKvW

MÜNSTER/WESTFALEN - „Trost ist die Muttermilch Gottes“ – mit diesem bildhaften Vergleich hat die westfälische Präses Annette Kurschus beschrieben, worauf Christen vertrauen: „Gottes Trost nährt uns, lässt uns gedeihen; er macht uns vergnügt; lässt uns geborgen sein; macht im wahrsten Sinne der Worte groß und stark.“ Ihre Predigt am Sonntag (18.3.) in der Apostelkirche Münster eröffnete eine Reihe von Gottesdiensten im Jahr der Kirchenmusik 2012.

Unter dem Leitmotiv „Gottesklang“ steht die Musik 2012 in der evangelischen Kirche besonders im Mittelpunkt. Die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen wird im Jahr der Kirchenmusik an verschiedenen Orten Predigten mit musikalischem Schwerpunkt halten.

Trost im biblischen Sinne beschrieb sie nicht nur als Halt in Trauer und Leiden, sondern auch als „kräftige Hilfe zum Leben“. Im Unterschied zu billigen Vertröstungen könne Gottes Trost von der Trauer in die Freude führen. Der Predigt lag ein Text aus dem Alten Testament zugrunde: „Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich ... Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ (Jesaja 66,10-13). Musikalisch stellte die Präses diesen göttlichen Trost an Beispielen aus Georg Friedrich Händels „Messias“ und aus dem Requiem von Johannes Brahms dar.