Trinitatis bis 15. nach Trinitatis

Wochenlied zum Tag der Heiligen Dreifaltigkeit (Trinitatis)

1. Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist,
besuch das Herz der Menschen dein,
mit Gnaden sie füll, denn du weißt,
daß sie dein Geschöpfe sein.
 

Wochenlied zum 1. Sonntag nach Trinitatis

1. Nun bitten wir den Heiligen Geist
um den rechten Glauben allermeist,
daß er uns behüte an unserm Ende,
wenn wir heimfahrn aus diesem Elende.
Kyrieleis.
 

Wochenlied zum 2. Sonntag nach Trinitatis

1. »Kommt her zu mir«, spricht Gottes Sohn,
»all die ihr seid beschweret nun,
mit Sünden hart beladen,
ihr Jungen, Alten, Frau und Mann,
ich will euch geben, was ich han,
will heilen euren Schaden.

Wochenlied zum 3. Sonntag nach Trinitatis

1. Allein zu dir, Herr Jesu Christ, mein Hoffnung steht auf Erden. Ich weiß, daß du mein Tröster bist, kein Trost mag mir sonst werden. Von Anbeginn ist nichts erkorn, auf Erden ward kein Mensch geborn, der mir aus Nöten helfen kann; ich ruf dich an,
zu dem ich mein Vertrauen han.

Wochenlied zum 4. Sonntag nach Trinitatis

1. Komm in unsre stolze Welt,
Herr, mit deiner Liebe Werben.
Überwinde Macht und Geld,
laß die Völker nicht verderben.
Wende Haß und Feindessinn
auf den Weg des Friedens hin.

Wochenlied zum 5. Sonntag nach Trinitatis

1. Wach auf, du Geist der ersten Zeugen,
die auf der Mau'r als treue Wächter stehn,
die Tag und Nächte nimmer schweigen
und die getrost dem Feind entgegengehn,
ja deren Schall die ganze Welt durchdringt
und aller Völker Scharen zu dir bringt.

Wochenlied zum 6. Sonntag nach Trinitatis

1. Ich bin getauft auf deinen Namen,
Gott Vater, Sohn und Heilger Geist;
ich bin gezählt zu deinem Samen,
zum Volk, das dir geheiligt heißt.
Ich bin in Christus eingesenkt,
ich bin mit seinem Geist beschenkt.

Wochenlied zum 7. Sonntag nach Trinitatis

1. Das sollt ihr, Jesu Jünger, nie vergessen:
wir sind, die wir von einem Brote essen,
aus einem Kelche trinken, Jesu Glieder,
Schwestern und Brüder.

Wochenlied zum 8. Sonntag nach Trinitatis

1. O gläubig Herz, gebenedei / und gib Lob deinem Herren! Gedenk, daß er dein Vater sei, den du allzeit sollst ehren, dieweil du keine Stund ohn ihn / mit aller Sorg in deinem Sinn / dein Leben kannst ernähren.
 

Wochenlied zum 9. Sonntag nach Trinitatis

1. Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun
und Werk in deinem Willen ruhn,
von dir kommt Glück und Segen;
was du regierst, das geht und steht
auf rechten, guten Wegen.

Wochenlied zum 10. Sonntag nach Trinitatis

1. Nun danket Gott, erhebt und preiset
die Gnaden, die er euch erweiset,
und zeiget allen Völkern an
die Wunder, die der Herr getan.
O Volk des Herrn, sein Eigentum,
besinge deines Gottes Ruhm.

Wochenlied zum 11. Sonntag nach Trinitatis

1. Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen. Dein gnädig' Ohren kehr zu mir / und meiner Bitt sie öffne; denn so du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist getan, wer kann, Herr, vor dir bleiben.

Wochenlied zum 12. Sonntag nach Trinitatis

1. Nun lob, mein Seel, den Herren, was in mir ist, den Namen sein. Sein Wohltat tut er mehren, vergiß es nicht, o Herze mein. Hat dir dein Sünd vergeben / und heilt dein Schwachheit groß, errett' dein armes Leben, nimmt dich in seinen Schoß, mit reichem Trost beschüttet, verjüngt, dem Adler gleich; der Herr schafft Recht, behütet, die leidn in seinem Reich.

Wochenlied zum 13. Sonntag nach Trinitatis

1. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, ich bitt, erhör mein Klagen; verleih mir Gnad zu dieser Frist, laß mich doch nicht verzagen. Den rechten Glauben, Herr, ich mein, den wollest du mir geben, dir zu leben, meim Nächsten nütz zu sein, dein Wort zu halten eben.
 

Wochenlied zum 14. Sonntag nach Trinitatis

1. Von Gott will ich nicht lassen, denn er läßt nicht von mir, führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr. Er reicht mir seine Hand; den Abend und den Morgen / tut er mich wohl versorgen, wo ich auch sei im Land.
 

Wochenlied zum 15. Sonntag nach Trinitatis

1. Wer nur den lieben Gott läßt walten
und hoffet auf ihn allezeit,
den wird er wunderbar erhalten
in aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut,
der hat auf keinen Sand gebaut.